Kuşbaşı Kavurma - Türkische Würfelbraten-Pfanne
Kuşbaşı Kavurma
Zartes Rindfleisch in mundgerechten Würfeln, langsam geschmort bis es butterweich wird und in seinem eigenen Saft schmort. Die goldbraune Fleischpfanne duftet intensiv nach gerösteten Zwiebeln und türkischen Gewürzen. Ein authentisches Comfort-Food, das die Seele wärmt und perfekt mit frischem Brot serviert wird.
Zutaten
Zubereitung
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Fleisch vorbereiten
Das Rindfleisch in gleichmäßige 2cm große Würfel schneiden, dabei Fett und Sehnen entfernen. Die Fleischwürfel mit Küchenpapier trocken tupfen und bei Zimmertemperatur 15 Minuten ruhen lassen. Das Fleisch sollte trocken und nicht kalt sein. Niemals nasses Fleisch anbraten, da es sonst kocht statt brät.
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Zwiebeln schneiden
Die Zwiebeln schälen und in dünne Halbmonde schneiden, etwa 3mm dick. Die Zwiebelstücke sollten gleichmäßig geschnitten sein für eine einheitliche Garzeit. Nicht zu fein hacken, da die Zwiebeln während des Schmorens weiter zerfallen. Zu große Stücke garen ungleichmäßig.
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Fleisch scharf anbraten
Olivenöl in einer schweren Pfanne bei hoher Hitze 2 Minuten erhitzen bis es leicht raucht. Die Fleischwürfel portionsweise anbraten, nicht überfüllen. Jede Portion 4-5 Minuten von allen Seiten goldbraun anbraten. Das Fleisch muss eine schöne Kruste bekommen. Nicht zu früh wenden, sonst klebt es an.
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Zwiebeln glasig dünsten
Hitze auf medium reduzieren und Butter hinzufügen. Die Zwiebeln dazugeben und 8-10 Minuten unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten. Sie sollten weich und durchscheinend werden, aber nicht braun. Bei zu hoher Hitze werden sie bitter. Geduldig bei mittlerer Temperatur garen.
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Tomatenmark anrösten
Das Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und 2 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten bis es dunkler wird und aromatisch duftet. Das Anrösten entwickelt die Süße und reduziert die Säure. Ständig rühren damit nichts anbrennt. Zu lange geröstetes Mark wird bitter.
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Gewürze einrühren
Paprikapulver, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer hinzufügen und 30 Sekunden bei niedriger Hitze rühren bis die Gewürze duften. Die Hitze sofort reduzieren damit die Gewürze nicht verbrennen. Sie sollten ihr Aroma freisetzen aber nicht dunkel werden. Verbrannte Gewürze machen das Gericht bitter.
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Fleisch zurück zugeben
Das angebratene Fleisch mit allen Säften zurück in die Pfanne geben und gut mit der Zwiebel-Gewürz-Mischung vermengen. 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten damit sich die Aromen verbinden. Das Fleisch sollte vollständig mit der Mischung bedeckt sein. Nicht bei zu hoher Hitze, sonst brennt alles an.
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Mit Wasser ablöschen
Das Wasser vorsichtig hinzugießen, es wird stark zischen und dampfen. Die Pfanne gut ausschwenken um alle Röstaromen vom Boden zu lösen. Bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten kochen lassen bis es leicht brodelt. Das Wasser sollte das Fleisch zur Hälfte bedecken. Nicht zu viel Flüssigkeit verwenden.
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Langsam schmoren lassen
Die Hitze auf niedrig reduzieren, Pfanne mit Deckel abdecken und 45-60 Minuten sanft köcheln lassen. Alle 15 Minuten umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Das Fleisch sollte zart werden und fast zerfallen. Bei zu hoher Hitze wird es zäh. Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg.
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Fertig garen und garnieren
In den letzten 10 Minuten den Deckel abnehmen und bei mittlerer Hitze einkochen lassen bis eine sämige Sauce entsteht. Die gehackte Petersilie unterrühren und 1 Minute ziehen lassen. Das Fleisch sollte butterweich sein und wenig Sauce bleiben. Nicht zu trocken werden lassen, sonst wird es zäh.
Tipps
Kochtipps
Verwenden Sie eine schwere Gusseisenpfanne für gleichmäßige Hitzeverteilung und bessere Bräunung. Das Fleisch immer portionsweise anbraten - bei zu viel Fleisch auf einmal sinkt die Temperatur und das Fleisch kocht statt zu braten.
Alternativen
Statt Rindfleisch aus der Schulter können Sie auch Lammfleisch verwenden - die Garzeit reduziert sich dann auf 30-35 Minuten. Für eine mildere Variante lassen Sie den Kreuzkümmel weg und verdoppeln das Paprikapulver.
Servieren & Aufbewahren
Traditionell wird Kuşbaşı Kavurma direkt aus der Pfanne mit warmem Fladenbrot, eingelegten Zwiebeln und Ayran serviert. Reste halten sich 3 Tage im Kühlschrank und werden beim Aufwärmen noch zarter - einfach mit etwas Wasser sanft erwärmen.
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