Perde Pilav - Türkischer Brautschleier-Reis in Teighülle

Perde Pilav - Türkischer Brautschleier-Reis in Teighülle

Perde Pilav - Türkischer Brautschleier-Reis in Teighülle

Perde Pilav

Dieser festliche türkische Reis wird mit zartem Lammfleisch, Mandeln und Rosinen in einer dünnen Teighülle gebacken und entfaltet beim Anschneiden herrliche Aromen. Die goldene Teighülle umhüllt den würzigen Pilaf wie ein Brautschleier und sorgt für ein spektakuläres Erscheinungsbild. Ein traditionelles Festtagsgericht, das Gäste garantiert beeindruckt.

Vorbereitung 1 Std
Kochen 50 Min
Portionen 6
Schwierigkeit Schwer
Perde Pilav, wörtlich "Vorhang-Pilaf", ist eines der elegantesten Gerichte der osmanischen Palastküche und stammt ursprünglich aus Istanbul. Der Name bezieht sich auf die dünne Teighülle, die den kostbaren Reis wie einen Schleier umhüllt. Das Besondere an diesem Gericht ist die Kombination aus herzhaftem, mit Gewürzen verfeinerten Lammfleisch-Reis und der knusprigen, goldbraunen Teigkruste. Beim Anschneiden strömt der Duft von Zimt, Piment und gerösteten Mandeln heraus. Der Reis ist locker und aromatisch, durchzogen von saftigen Lammstücken, süßen Rosinen und knackigen Mandeln. Traditionell wird Perde Pilav bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder wichtigen Familienfeiern serviert. Die Zubereitung erfordert Geduld und Sorgfalt, aber das Ergebnis ist ein wahres Meisterwerk. Der Kontrast zwischen der knusprigen Außenschicht und dem dampfenden, würzigen Inneren macht jeden Bissen zu einem Erlebnis. Das Gericht wird meist als Hauptgang serviert, begleitet von einem frischen Salat und türkischem Joghurt. Die festliche Präsentation macht es zum perfekten Mittelpunkt einer Tafel und zeigt die Kunstfertigkeit der türkischen Küche in ihrer schönsten Form.

Zutaten

Zubereitung

  1. Teig vorbereiten

    Mehl mit 1 TL Salz in einer Schüssel mischen. 100g weiche Butter und 1 Ei unterkneten, dann nach und nach 4-5 EL kaltes Wasser zugeben. 8-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten, bis er nicht mehr klebt. In Folie wickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nicht zu lange kneten oder der Teig wird zäh.

  2. Lamm anbraten

    Lammfleisch in 2cm große Würfel schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze 2 Minuten erhitzen. Fleischwürfel portionsweise 6-8 Minuten rundherum goldbraun anbraten, bis sie eine schöne Kruste haben. Nicht zu viele Stücke auf einmal braten, sonst dampft das Fleisch nur.

  3. Zwiebeln glasig dünsten

    Zwiebeln fein hacken und zum Fleisch geben. Bei mittlerer Hitze 5-6 Minuten glasig dünsten, bis sie weich und durchscheinend sind. Zimt, Piment und Lorbeerblätter zugeben und weitere 2 Minuten rösten, bis die Gewürze duften. Nicht zu heiß braten oder die Zwiebeln werden bitter.

  4. Reis kochen

    Reis kalt abspülen bis das Wasser klar läuft. 600ml Wasser mit 1 TL Salz zum Kochen bringen. Reis zugeben und bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten kochen, bis er bissfest ist. Abgießen und mit dem Fleisch mischen. Mandeln und Rosinen unterrühren. Nicht zu lange kochen oder der Reis wird matschig.

  5. Form auskleiden

    Ofen auf 180°C vorheizen. Eine große runde Auflaufform (24cm) mit Butter einfetten. Teig auf bemehlter Fläche dünn ausrollen, etwa 3mm dick. Form damit auskleiden, sodass der Teig 5cm über den Rand hängt. Teig nicht zu dünn rollen oder er reißt beim Befüllen.

  6. Füllung einschichten

    Die Reis-Fleisch-Mischung gleichmäßig in die Teigform füllen und leicht andrücken. Überstehenden Teig über die Füllung klappen und zu einem geschlossenen Paket formen. Oberfläche mit verquirltem Ei bestreichen. Restliche Butter in Flöckchen darauf verteilen. Teig muss komplett geschlossen sein oder die Füllung trocknet aus.

  7. Goldbraun backen

    Form in den vorgeheizten Ofen schieben und 45-50 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist. Falls der Teig zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Die Oberfläche sollte gleichmäßig gebräunt sein und beim Klopfen hohl klingen. Nicht zu früh aus dem Ofen nehmen oder das Innere ist noch nicht gar.

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